
Nichts mehr auf die lange Bank schieben
Zusammenschluss der Reformkräfte zur 6. Synodalversammlung
München/Stuttgart, 27. Januar 2026. Gemeinsam die Synodalen an die nötigen konkreten Umsetzungen von Beschlüssen erinnern und diese einfordern – das möchten die katholischen Reformkräfte zur 6. und letzten Synodalversammlung vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart.
Acht Reformgruppen haben sich heute, am 27. Januar, im Rahmen eines Pressegesprächs den Fragen der Journalist*innen und Medienschaffenden gestellt. Ihnen allen ist wichtig: Der synodale Prozess in Deutschland muss weitergehen, ein Stillstand ist nicht hinnehmbar. Reformen dürfen nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden.
Das gemeinsame Auftreten von verschiedenen katholischen Verbänden und Organisationen zeigt einmal mehr, welch hoher Bedeutung der Synodalversammlung beigemessen wird. Alle Reformgruppen werden am Donnerstag, 29. Januar, ab 11:30 Uhr am Maritim-Hotel in Stuttgart sein und eine gemeinsame Aktion durchführen. Sie möchten mit den Synodalen ins Gespräch kommen und sie ermutigen, für eine konkrete Umsetzung der Ergebnisse des Synodalen Wegs und für eine synodale Kirche einzutreten. Die acht Reformgruppen stehen auch vor Ort für Interviews zur Verfügung.
Zitate aus dem Pressegespräch
- Christian Weisner, Dachau, Bundesteam KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
„Wir Reformkräfte sprechen für die große Mehrheit der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland. Der deutsche Synodale Weg ist kein Sonderweg. Allerdings hat der vatikanische Eingriff in die Satzung der künftigen Synodalkonferenz deutlich gemacht, dass verbindliche Synodalität innerhalb des bestehenden hierarchischen Kirchenrechts kaum möglich ist.“ - Ulrike Göken-Huismann, Düsseldorf, stv. Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. und Mitglied des Synodalen Weges
„Die kfd appelliert an die Verantwortlichen in der katholischen Kirche in Deutschland, die Umsetzung der Grund- und Handlungstexte nicht auf die lange Bank zu schieben. Klare konkrete Schritte sind dringend nötig. Wir erwarten den Einsatz der 6. Synodalversammlung für die Zulassung zu allen Diensten und Ämtern für Frauen.“
- Dorothee Sandherr-Klemp, Köln, Geistliche Beirätin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB)
„Gerade in einer Zeit der entfesselten politischen Machtspiele und des Machtmissbrauchs, in einer Hoch-Zeit der vermeintlich starken Männer und selbsternannten Führer, die das Recht des Stärkeren einfordern, brauchen wir dringend das jesuanische ‚Bei euch aber soll es nicht so sein‘: Genau dafür steht der Synodale Weg!“ - Katharina Hubrich, Osnabrück, seit Beginn engagiert bei Maria 2.0
„Besonders zwei Punkte liegen uns am Herzen: - Der Umgang mit Überlebenden sexualisierter Gewalt muss entbürokratisiert und von großzügigen Entschädigungen geprägt sein.
- Was wäre es für ein Zeichen für die Situation von Frauen weltweit, wenn die katholische Kirche die Rechte von Frauen denen der Männer gleichstellen würde!“
- Rainer Teuber, Essen, Mitorganisator und Sprecher, #OutInChurch e.V.
„Es kommt also nun einerseits auf die Verantwortlichen in den Bistümern an. Andererseits sind alle gefordert, denen an einer diskriminierungsfreien Kirche gelegen ist, denn Kulturwandel erfordert ein zusammenwirken von vielen Menschen auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Wirkungskreisen.“
- Volker Andres, Düsseldorf, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
„Wir möchten die großartige Arbeit der jungen Synodalen, der ‚15 unter 30‘ und vielen damit solidarisierten Synodalen loben und uns bei diesen Menschen bedanken. Sie bereicherten die Arbeit des Synodalen Weges immens, und spendeten damit gleichzeitig vielen Menschen Hoffnung und Mut, dass diese Kirche auch ein Ort für sie sein möchte und eine gute Zukunft hat. Sie haben gezeigt, wie wertvoll junge Stimmen für die Prozesse der Kirche sind.“ - Paul-G. Ulbrich, München, Sprechendenteam Gemeindeinitiative.org
„Kirche muss zukünftig in enger Orientierung an Jesu Handeln wieder von den Menschen und ihren Bedürfnissen her gestaltet werden. Das Kleben an einem männerbündisch-hierarchisch-absolutistischen Klerikalsystem, das eine Zweiklassenkirche schuf, ist geschichtlich gewachsen und somit veränderbar.“ - Martin Schockenhoff, Stuttgart, Leitungsteam pro concilio
„Reformen müssen in den Kirchengemeinden ankommen und sich dort auswirken. Ohne Reformen können örtliche Kirchengemeinden als Glaubensgemeinschaften nicht überleben. In Anlehnung an Karl Rahner: Sie werden reformiert sein, oder sie werden nicht mehr sein.“
Die Pressemappe mit den Statements der Reformkräfte finden Sie auf der Website
'Gemeinsame Aktion von Reformgruppen zum Beginn der 6. Synodalversammlung am Donnerstag, 29. Januar 2026 in Stuttgart'
Pressekontakt:
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) – Bundesverband e.V.
Barbara Stöckmann (Pressereferentin der kfd)
Tel.: 0211 44992-25, E-Mail:
(am 29. Januar 2026 in Stuttgart vor Ort)
Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB)
Hannah Ratermann (Pressereferentin des KDFB)
Tel: 0221 86092-24, E-Mail:
KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
Christian Weisner (Wir sind Kirche Bundesteam)
Tel: 0172 5184082, E-Mail:
(vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart vor Ort)